Der Abstand zwischen Träumen und der Realität heißt: machen

    Von der Elbe-Quelle im tschechischen Riesengebirge
bis zu Mündung in die Nordsee
bei Cuxhaven/Friedrichskoog-Spitze
  




Die Elbe ( Labe ) entspringt beim tschechischen Spindleruv Mlyn,
in
1387 m Höhe, am Kamm des Riesengebirges,
nahe der polnischen Grenze und ist
1091 km lang.

Die Elbe wird, von 42 Nebenflüssen gespeist und geht durch 47 Orte.

Sie fließt durch Tschechien und durch Deutschland.

Meine Wanderreise war 1250 km lang und hat 33 Tage betragen.




Tag 01 Anreise
Per Zug nach Bremen. Per Flixbus nach Leipzig.
 
Tag 02 Anreise
Per Flixbus bis Prag ( Praha ) Florenc ZOB. Per U-Bahn nach Endstation Praha, Cerny Most.
Per Bus 405 ( 25 Stopps + 135 km ) bis nach Spindleruv Mlyn.
Ankunft im Quartier Central Hotel 1920 gegen 15:00.


Tag 03
Zweiter Tag im "Central Hotel 1920".
Per Taxi-Bus um 9:15, Auffahrt zur "Spindlerova Bouda". Nun werden es
,
wegen Atemnot in ungewohnter Höhe + 88 Jahre alt, 10 km anstrengendes
auf und ab bis zur Quelle der Labe (Elbe).
Ab hier geht es 10 km, anstrengend abwärts
, mit Rast in der "Labska Bouda", bis nach
 "Spindleruv Mlyn". Ich bin total erschöpft und schlafe wie ein Bär.
Dieser Quelle-Ort ist mit Städte-Tafel markiert. Die direkte Quelle liegt im Naturschutzgebiet des
tschechischen Riesengebirge, besteht aus kleinen Quellen und ist nicht öffentlich erreichbar.




         Tag 04
N
atürlich hatte ich Muskelkater an einem Tag mit Sonnenschein und ohne Wind. Natürlich habe ich mich 6 km, steil auf und ab, gequält.
Mein Pfad ging neben der Labe (Elbe), vorbei an der Skiabfahrt und der ersten Staumauer bis zu einer Busstelle. Ich fahre ein Stück
mit dem Bus und wandere neben der Labe (Elbe) bis zum Quartier "Hostel Rico" in "Vrchlabi". Habe ein DZ, 25 €=600TKR,
ohne Frühstück mit Bad und Toilette auf dem Flur.


Tag 05

Heute ist es schwül und sehr warm. In der Nacht gab es ein Gewitter. Erst fahre ich 2 Stationen mit dem Zug. Habe ein Senioren-Ticket
und Zug fahren ist für mich in Tschechien sehr preiswert. Ich wandere 12 km. neben der Labe (Elbe) und ein Stück auf Rad/Fußweg
an einer belebten Straße. In "Hostinne" habe ich, direkt am Marktplatz,  ein EZ in "Pension 24" für 52 €.


Tag 06
Es fährt kein Bus, also ein Stück mit einem Taxi. Ein schöner, warmer Wandertag durch von Wildschweinen durchwühlte Pfade
und 11 km längs der Labe (Elbe).
In "Dvur Kralove nad Labem" gab es Probleme mit dem "Art Hostel". Per Mail hatte ich einen Code erhalten, den ich nirgends
an der geschlossenen Tür eingeben konnte. Dann war auch noch mein Handy-Akku leer. Zwei junge Männer konnten mir mit drei
Anrufen helfen. Ein Mitarbeiter kam dann persönlich zum Tür öffnen. Wofür der Code war ?, konnte ich nicht herausfinden.
Ich habe ein 8 Betten Zimmer für mich allein. Es kostet 91 € ohne Frühstück. So viel weil es direkt am Marktplatz liegt ?.
Ach ja, eine riesige Pizza gab es noch. Allein konnte ich sie nicht vertilgen. Ein Gast hat mir geholfen.



Tag 07
 Ein Taxi bringt mich aus der der Stadt raus. Es ist Windstill, sehr warm und volle Sonne. Ich wandere 12 km neben der gemächlich
 fließenden und breiter werdenden Labe (Elbe), durchquere drei kleine Orte und gehe zeitweise auf dem Elbe-Radweg. Habe Heute den

ersten Angler getroffen. Mein Quartier in "Jaromer" ist das "Grande Hotel". Das Haus muss mal das Grande Hotel gewesen sein.
Heute ist es eine Pension mit Bierbar. Ich habe ein Dreibettzimmer ohne Frühstück für 1200 TKR =50 €.


Tag 08

Heute war Hochsommer-Sonntag-Wetter. Von Morgens bis Abends blauer Himmel. Das erste Stück bin ich mit dem Zug gefahren.
Wie in altdeutschen Zeiten geht es bei der tschechischen Bahn zu: Ticketschalter-kleine Klappe geht auf-Seniorticket nach X-Ticket
erhalten-kleine Klappe zu.
Im Zug ist immer Kontrolle, aber Zugfahren ist billig. Ein schöner Wandertag längs der Labe (Elbe).
Die Ankunft in der Uni-Stadt+Kloster-Stadt+Bierbrauerei+Elbe-Stadt "Hradec Klalove" macht einen guten Eindruck auf mich.
Warum die Orte zusätzlich deutsche Namen tragen, hier "Königsgrätz", ist mir unbekannt. Hier sehe ich das erste fahrende Boot,
etwa 10 m lang mit einer Dampfmaschine und einem zur Sicherheit vorhandenen Außenbordmotor. Mein Quartier, am Marktplatz,
ist die "Penzion Amatka". Ein großes DZ im dritten Stock für 53 € mit Frühstück. Auch Heute wieder vor verschlossener Haustür.
Eine einheimische Dame, mit deutsch Kenntnis, hat mir beim telefonieren geholfen. Nach meiner Meinung habe ich kein Mail mit
Code erhalten. Nach langer Suche in meinen Mails, alle auf tschechisch, fand ich ganz hinten und ganz klein meinen Code.



Tag 09
Es bleibt warm und auf dem Deich der Labe (Elbe) gibt es keinen Schatten. Ein Stück mit dem Zug nach "Pardubice-Risice" und
viel Zeit ins Zentrum von Pardubice-Rosice. Mein Quartier "Hotel Labe" liegt neben dem großen Einkaufscenter Palac und der
Poliklinik. Ich schlafe im 11 ten Stock, ein DZ mit Frühstück für 50 €. Am Spätabend geht ein schweres Gewitter auf die Stadt nieder.


Tag 10
Es ist Schwül, unangenehm warm und das Gras ist noch feucht auf dem Treidelpfad längs der Elbe. Auch bei Goretex-Schuhe werden
im Gras die Socken nass. Habe Heute keinen Menschen getroffen und die Elbe, kein Boot zu sehen nur einen verwahrlosten Bienenstand.
Seit 3 Tagen verändert sich die Labe (Elbe) nicht. Sie ist breiter geworden und befestigt mit Steinufer. Sie fließt träge, hat keine
Strömung und wird aufgehalten durch Stauwerke. Ab dem kleinen Bahnhof Opocinek fahr ich 2 Stationen nach "Prelouc".
Mein Quartier in Bahnhofnähe ist "Hotel VM Perlouc". Habe ein DZ für 47 € mit miserablem Frühstück.


Tag 11
Der Tag begann mit Sonnenschein und dann ein Knacks. Ich bekam das schäbigste Frühstück seit Jahren. Der Wirt hatte gefragt wie das
Frühstück sein soll. In meiner Ahnungslosigkeit sagte ich: Normal. Also gab es 2 Scheiben Graubrot, ein Becher Kaffee, Butter musste
aus dem Lager geholt werden, Käse wäre nicht im Haus, keine Marmelade, keine Brötchen aber es gab 3 angebratene Aufschnittscheiben
mit Spiegelei obendrauf und als Garnierung 3 Tomatenscheiben. Die Küchendame, konnte etwas Deutsch, mit schmutziger Schürze,
meinte: Das ist ein tschechisches "Frühstück Normal". Liebe Leser: Übernachten ja, Abends Essen ja, ohne Frühstück buchen.

Ein Stück per Zug und dann auf Schusters Rappen, bei gefühlten 30 °C bis ins Zentrum "Kolin". Die Suche nach meiner "Penzion
Pod Vezi"
war nicht einfach, weil die Haupt und Nebenstraßen aufgerissen waren. Ich habe ein schönes Zimmer, aber aus meinem
Schrägfenster sehe ich nur 3 Kirchtürme. Wegen der Wärme und Straßenaufrisse verzichte ich auf einen Stadtbummel.
Die Tschechische Sprache und Schreibweise ist für Deutsche schwer zu lesen und zu schreiben.

 
 

Tag 12
Wieder sehr warm auf einer recht langweiligen Etappe, die meist auf dem Deich nahe der Labe (Elbe) führt. Außer einem Spaziergänger
mit Hund, Lamas, Schafe und 5 Angler gab es keine Lebewesen. Außer Sandschuten sah ich auch schon 2 kleine Sportmotorboote an
Stegen. Ab "Velky Osek" mit dem Zug ins Zentrum von "Podebrady". Der Ort ist ein Kurort mit Kurpromenade und Hotelreihe.
Dazwischen ist meine "Penzion Alfa". Über Booking zahle ich 50 € ohne Frühstück.




Tag 13
Wieder ist heißes Sommerwetter. Aber die Etappe ist etwas langweilig. Meistens auf einem Asphalt Rad/Fußweg längs der Labem (Elbe).
Teils mit Bäumen, also Schatten, und außergewöhnlich viel Bänken bis nach Nymburg. Bisher habe ich keinen Badestrand, keinen
Schwimmer, nur eine Kanutin gesehen. In Nymburg gibt es den ersten kleinen Wassersporthafen mit 4 kleinen Motorbooten.
Per Zug, mit Umsteigen, bis nach "Brandy nad Labem zastavka". Ein paar Gehminuten zu meiner Unterkunft "Villa Letna".
Ich habe ein Schönes Apartment mit Blick auf die Elbe für 80 €.



Tag 14
Schon am Morgen knallt die Sonne, es wird wieder um die 30° C werden. Kein Windhauch mildert die Hitze. Erste Überraschung
am Bahnhof. Eine alte, große Dampflok mit alten Wagen zieht langsam und rauchend an  mir vorbei. Also Nostalgie pur.
Dann: Mein Zug nach "Neratovice" ist wieder ein alter Omnibus-Zug. Seine Höchstgeschwindigkeit, 30 + 40 + 50km/h, wird
angezeigt. Ein Bus bringt mich nach "Obristvi, Stepanski most". Nun gehe ich 13 km. längs der Labe (Elbe). Viel interessantes für
Fotos, nur ein paar Angler und eine Abwrackwerft, gibt es nicht. Es ist Samstag und auf dem Asphaltweg haben es viele E-Biker
sehr sehr eilig. In "Melnik" schlafe ich im "Hotel Olympionik Box" für 56 € (1360 TKR) mit Frühstück.
Am Abend gab es "Spagetti Spezial" für 199 TKR = 8 €. Es war absolut köstlich.



Tag 15
Eine ungewöhnliche Etappe die leider zu Heiß war. Wo der von mir am PC geplante Pfad sein sollte, bestand er aus Bauschutt
und grobem, steinigem Schotter. Wo der Trial kaum erkennbar war, war hüfthohes Gras und Brennnesseln. Auch mit erhobenen
Händen schlecht zu gehen. Hätte es Nachts geregnet oder wäre Morgentau, hätte ich nasse Füße gehabt. Auf den 14 km mussten
auch mehrere steile, teils lange An+Abstiege gemeistert werden. Die Labe durchschneidet ein Mittelgebirge. Zeitweise war man
hoch über der Labe (Elbe) und konnte ins weite Land sehen. Meine winterliche PC-Planung war, für Wanderer, richtig. Habe mich
mit meinen PCX-Daten, auf das Handy geladenen Karten, nicht verlaufen. Heute ist Sonntag habe aber wieder keinen Wanderer
getroffen. In keiner Unterkunft war bisher ein Wanderer. Endlich ein Segelboot gesichtet das in meiner Höhe die Segel fallen ließ,
wohl wegen absoluter Flaute. Ich schlafe in "Roudnice nad Labem" im "Hotel Koruna", für 36 € + 8 € Frühstück.



Tag 16
Natürlich Hochsommerwetter aber, zum Glück mit leichtem Windhauch. Leider fast nur Asphalt, meist nicht direkt am Fluss, ab in
Sichtweite. Wieder kommt ein Mittelgebirge näher und die Wochenendhäuser nehmen zu. Bisher sah ich keine Kinder am Fluss
spielen. An Anlegern sieht man mehr Motorboote. In Fahrt sah ich 2 Sandschutten mit einem Schubschlepper. An Häusern, auch
weit weg vom Fluss, sah ich schreckliche Hochwasserzeichen. An dieser Etappe gab es Kapellen, Wildwasseranlagen, Hopfenanbau,
Tipi Zelte und fahrbare Räucheranlagen für Angler. Ich schlafe, nach 16 km gehen, in "Litomerice nad Labem" im "Hotel
Apollon"
. Ein schönes DZ, gebucht mit Booking, für 53 € mit Frühstück. Wenn es nur nicht so Heiß wäre. Auch der Fluss fließt,
breiter geworden, langsam und träge der Nordsee entgegen.




Tag 17
Heute war der wärmste Tag bisher. Schwitzen und Trinken war angesagt. Die meiste Zeit auf Asphalt-Rad/Fußwegen und zwischen
Elbe, Bahndamm, Steinwänden und Straße. Habe das erste fahrende Sport-Motorboot gesehen. Es gibt mehr kleine Orte, Fabriken
und Wochenend-Gelände. Alle Bierlokale sind bis Mittag geschlossen oder nur am Wochenende auf. Also keine Erfrischungspausen
möglich. Ich schlafe im Zentrum, mit Trollybussen, von "Usti nad Labem" im "Piovar Hotel Na Rychte" für 1530 CZK mit
Frühstück. Im Haus ist ein ungewöhnlich großes Bierlokal mit Restaurant und Sommergarten.





Tag 18

Viel Sonne, doch ein paar Wolken, aber sehr schwül. Erst über eine Fußgängerbrücke, dann aber längs der Labe (Elbe). Leider
Heute nur Asphalt und oft neben einer Straße oder Eisenbahnstrecke. Hier ist felsiges Mittelgebirge und das heißt teils steile
Wegstrecken. Diese Etappe ist auch "Elbe-Radweg 2". Das war bemerkbar da etliche Rad-Wanderer. Die ersten 12 km sind beliebt
bei Joggern und Sommerski-Läufern. Rechts+Linksseitig gab es große Steinbrüche, aber keine Schiffs-Verladestellen. Die Labe hat
hier schon eine erkennbare Strömung. Ein Stück bis nach "Decin vychlod" bin ich wieder mit einem alten Bus-Zug gefahren.
Bei jedem Gas geben oder Bremsen hat es ordentlich gerattert. Am Marktplatz habe ich im "Hotel Ceska Koruna" ein
schönes Einzelzimmer mit Blick auf den Marktplatz.



Tag 19
Habe Deutschland bei Hirschmühle erreicht und mit der Fähre nach  Schmilka übergesetzt. Cirka 500 km Elbe sind hinter mir.
Durch die Hitzewelle, auch Heute, war es sehr anstrengend. Habe Tschechien herrlich durchquert und nur nette und hilfsbereite
Menschen, bis auf ein Frühstück, erlebt. Die Elbe wird nicht breiter, aber sie fließt schneller. In "Decin Vychod" lag das erste
Ausflugsboot. Ich sah das erste Sport-Motorboot flussaufwärts fahren, man hörte es, es musste ordentlich Gas gegen die
Strömung geben. Nun nimmt der Schiffsverkehr zu, denn in Schmilka fuhren schon 2 kleine Ausflugboote. Ein kurze Strecke
gönnte ich mir wieder mit dem Zug. In Schmilka war schon ordentlich Touristen-Verkehr. Ich hatte unterwegs gut gewirtschaftet
und noch einen 100 TZK = 4 € Schein in der Tasche. Den Schein schenkte ich dem ältesten Teilnehmer einer  Radgruppe
aus Frankreich die nach Tschechien rein fuhren. Auf dieser Etappe waren rechts+linksseitig steile Felsen bis an die Labe (Elbe).
Heute, leider, wieder nur auf Asphalt und  auf dem "Elbe-Radweg 2".
Geschlafen habe ich in "Bad Schandau" im "Apartment Saxonia" mit einem Königssessel für 80 €.





Tag 20
Heute war der, gefühlte, heißeste Tag. Keine Wolke und kein Schatten auf der Asphalt-Route. Vom Ort Bad Schandau per Fähre,
die etwas Flussabwärts, zum Bahnhof, ist an der andere Elbseite, Bad Schandau fährt. Gehen,8 km,  bis zum Bhf. Königstein. Per
Zug, über Rathen und Wehlen, nach Obervogelgesang. Wieder 6 km gehen durch Pirna zum Bhf. Per S-Bahn nach "Heidenau".
1 km gehen zur Pension "Sachseneck". Zu sehen gab es ein langes Fahrgastschiff in Bad Schandau, mehrere Arbeitsboote, eine
Fahrrad-Station und an einem Campingplatz gab es Übernachtungs-Tonnen. Morgen ist der Rucksack wieder etwas schwerer.
Weil ich ein Packet mit Kartenmaterial, Papier ist schwer, an die Pension geschickt hatte. Alles war Gut angekommen.
Hoffentlich wird es Morgen nicht wieder so heiß, ich muss mich erholen. Aber Regen will ich auch nicht.


 


Tag 21
Es werden 31° C. gemessen, das ist nicht gesund und macht schneller müde. 6 km bis zur Fähre Kleinzschachwitz, durch einen
zugewachsenen, mannshohen Gras-Pfad , ohne Schatten, war auch kein Vergnügen. Per Bus bis nach Loschwitz. Noch einmal 8 km
in praller Sonne auf einem Rad/Fußweg. Heute ist Samstag, es waren Unmengen an schnellen E-Biker auf meiner Strecke. Auch der
Fährmann hat gut verdient. Aber viel Leute viel Dreck. Ab Bhf. Dresden-Neustadt per S-Bahn nach "Coswig". 2 km gehen ins
Zentrum zur Pension "Alt Coswigerhof"  Haus-NR 25. Mit dem per E-Mail erhaltenen Schlüssel-Code konnte ich an der Tür
nichts anfangen. Ein kleines, halbzugewachsenes Schild neben der Tür, auf dem geschrieben stand: Rezeption im Lokal "Alte Börse".
Es ist in Haus-Nr. 29. Also hin und das Lokal ist Samstag, ist Heute, und Sonntag geschlossen. Mein Telefon-Anruf sagte:
Sie rufen außerhalb der Geschäftszeiten an. Rufen sie später nochmal an. Durch Zufall entdeckte ich, an der "Lokal-Straßen-
Wand-Hausnummer 29", einen für die Pension Hausnr.25 unsinnige Stelle, einen Schlüsselkasten. Keine Gebrauchsanweisung
aber mit einer anderen Telefonnummer. Auf meinen Anruf meldete sich eine weibliche Stimme. Sie half mir
den Schlüssel zu erhalten. Kaum hatte ich den Schlüssel war mein Handy-Akku leer.
Das Zimmer war in Ordnung. Der Rest: Duschen und 2 Stunden schlafen.




Tag 22
Ich dachte heiße geht nimmer, ich hab mich geirrt. Zwar hatte ich Heute Zeit genug, aber 12 km ohne Bäume und kaum Bänke.
Alle Schatten-Bänke waren von den zahlreichen Sonntags-Radfahrern besetzt. Auf der Elbe kein Schiff, an Land einige Steinfelsen
und Weinberge, auf den Asphaltwegen keine Schnecken, keine Eidechse, eine von Radlern totgefahrene Blindschleiche und ein
paar schattensuchende Rinder. In "Meißen" schlafe ich, direkt am Marktplatz, im "Schwerter Schankhaus". Ein angenehmes
Haus mit freundlichem, fachlich superem Personal. Ich habe ein schönes, großes DZ für 90 € mit Frühstück. 2 große, alte Bilder
lassen mich glauben, ich sei im Louvre. Auch seltsam: Habe in Meißen eine Mai-Scholle gegessen.




Tag 23
Habe keine Lust mehr über das heiße Wetter zu schreiben, aber ein leichter Wind weht. Heute ist Pfingstmontag, 15 km mit dem Bus
sind angenehmer. Die Elbe hat sich nicht verändert, sie fließt ruhig und ohne merkbare Strömung. Habe wieder kein Schiff oder Boot
in Fahrt gesehen. Es gab ein paar Felsvormationen, Schafe und ein Stück alter Trial, längs der Elbe, über eine gemähte Wiese und über
eine uralte Stein-Bach-Brücke. Auch das ist bald Geschichte. Das Umgehungs-Asphalt-Band ist schon im Bau. Wieder eine Route für
angenehmeres Radfahren aber gesichtslose Landschaft. Nur ein paar Angler oder Anwohner werden von der alten Bachbrücke wissen.
Der km-Stand auf deutschen Grund ist nun 110 km. In Promnitz habe ich die kleine Fähre nach "Riesa" genutzt.
Im Hotel "Sachsenhof" habe ich ein schönes EZ für 70 €, doch ohne Frühstück.



Tag 24
Gemessen werden 30° C. Auf einem unbegangenen Wiesen-Trial, ohne Schatten und keine Bänke, 12 km bis zum Markt in Strehla.
Auf der ruhig fließenden Elbe kein Schiff. Aufregend nur eine halbschlafende Schafherde mit wütend bellenden Hütehunden.
Per Bus nach Ausßig. Ich müsste von hier mit dem Bus 782 bis nach "Belgern" fahren. Aber keine Infostelle, kein Busfahrer und
kein Anwohner
weiß, wann ein Bus fährt. Ein Anwohner bringt mich, mit seinem Privatauto 15 km bis zur "Pension Sigwarth".
Ach ja, in Belgern gibt es einen größeren Roland als in Bremen.




Tag 25
Habe einige km per Zug gemacht und bin nur 10 km "von der Sonne verwöhnt" gegangen. In der "Lutherstadt Wittenberg" war
die Hitze sogar sichtbar. Auf der sonnigen Straßenseite waren die Cafes und Lokale außen leer. Auf der Schattenseite waren alle
Plätze besetzt. Unterwegs haben nicht mal die Kühe gefressen weil es ihnen zu warm war sich zu bewegen. So sagte mir der Bauer.
Auf dem Marktplatz steigt ein Stadtfest. Am abgekühlten Abend gönne ich mir eine Bratwurst. In der Pension "Zur Elbe" habe ich
ein DZ mit Frühstück für 89 € + 2 € Stadttaxe.


Tag 26
Nicht nur die Hitze, die Bundesbahn hat mir den ganzen Tag versaut. Die Elbe habe ich 2 mal kurz gesehen. Mein geplanter Zug,
ab Bhf. Wittenberg-Altstadt, um 9:18 fällt aus unbekannten Gründen aus. Ein Busfahrer sagte: Ab hier fährt kein Bus nach Dessau.
Also 4 km gehen zum Hauptbahnhof Wittenberg. Unterwegs kam mir der Schienen-Ersatzbus entgegen. Am Hauptbahnhof bei der
Info: 9 Leute vor mir. Aussage der Amtsdame: Wegen Bauarbeiten kein Zug nach Dessau. Nur ein Schienenersatzbus bis Köthen.
Also warten. Der Bus hielt dann doch am Altstadtbahnhof. Am BHF in Köthen die Durchsage: Der Zug fährt nur bis Bideritz und
dann Schienenersatzbus nach HBF-Magdeburg. Beim einlaufen des Zuges die Durchsage: Der Zug fährt bis HF-Magdeburg.
Eigentlich wollte ich bis "Magdeburg-Süd" fahren und 12 km längs der Elbe gehen. Um 15:30 war ich in "Magdeburg" am
"B+B Hotel Magdeburg" und hatte keine Lust mehr, mir die Stadt anzusehen.


Tag 27
Per Bus bis zum geschlossenem Bahnhof Wittenberge und Bus bis Hinzdorf. Bei ca. 30" C. gehe ich 12 km längs der träge fließender
Elbe ohne ein Wasserfahrzeug zu sehen. Ich bin wie durchgekocht in "
Wittenberge" und schlafe in der Pension "Zur Elbaue".


Tag 28
Herrlich, ein paar Wolken am Himmel, aber schwül, es hat wohl irgendwo Nachts geregnet. Per Bus nach Lenzen. Mit 2 mal
Rufbusse
war ich in Herrenhof (Amt Neuhaus) an der Elbefähre nach Hitzacker. Noch einmal 9 km, auf einem schönen Wald-
Weg (mit Wildschein Schäden) +ein Stück auf Radweg, teils über der Elbe, bis nach "Tießau" zum "Kiek Inn Guest House".
Ein schönes EZ für 66 € + 14 € Frühstück + 19 € für das Abendessen.



Tag 29
Ein herrlicher Wandertag mit Sonne und Wolken. Die meiste Zeit, 11 km als Pfad (ein Stück auf Rad/Fußweg) neben der Elbe.
Die Elbe, kein Schiff zu sehen, hat eine Oberfläche wie Öl, keine Strömungswelle zu sehen. In "Neu Darchau", es liegt an Elbe
und hat eine große Autofähre, schlafe im "Elb Nest Gästehaus" für 87 € mit Frühstück. Ich schaue mir die Fähranlage an.
Eine Elbe-Brücke soll gebaut werden. Die Bewohner sind verunsichert.



Tag 30
Ich habe wieder einen Biber beim nagen an einem Baum gesehen. Deshalb sofort an einen Vorfall vor cirka 40 Jahren gedacht.
Damals nagte ein Biber, etwa 5 m vor mir, an einem Baum der bald umfallen würde. Ich blieb stehen, doch die damaligen
Kameras machten ein Geräusch und der Biber war weg. Nach ein paar Schritten fiel der Baum 1 m vor meinem Gesicht
quer über den Weg. Mein Schreck bleibt wohl im Gedächtnis. Per Bus fahre ich nach Bleckede. An der Apotheke zeigt
das Thermometer 32° C.. Schaue mir das Schloss (von außen) und den Park an. Per Bus geht es bis Hohntorf. Ich wandere
bis zur Elbebrücke. Die ist für Fußgänger wegen Reparaturarbeiten gesperrt. Ein Shuttlebus brachte mich über die Elbe-Brücke,
über die Hafen-Brücke und in besonders langsamer und vorsichtiger Fahrt durch die Unterstadt, mit schönen engen Gassen,
alten Häusern und viel Touristen, und die lange steile Auffahrt bis zum ZOB in der Öberstadt von Lauenburg. Ein neuer Bus
fuhr mich längs der Elbe bis nach "Geesthacht". So waren es Heute nur 8 km längs der Elbe zum Wandern. Nun noch
10 Minuten Fußweg zum Quartier "Kleines Stadtidyll". Gebucht über Booking für 64 € mit Bad auf dem Flur.



Tag 31
Ein Bus bringt mich an den Ortsrand von Hamburg zur U-Station Berliner Tor. Fahre bis zur Baumwall bei der Elb-Philharmonie.
Es ist unangenehm schwül in Hamburg. Es macht keinen Spaß längs der Elbe zu wandern. Ich gehe nur bis zum Bahnhof Altona.
 Bratfisch mit Kartoffelsalat hab ich aber in der Nähe des Fischmarkt gegessen.

Mit der S-Bahn über Pinneberg nach "Glückstadt". 15 Minuten zum Quartier "Cafe Klingbeil" am Marktplatz. Habe ein
schönes DZ für 63 €
. Frühstück kann man unten im Cafe kaufen. Noch am Abend ist es unangenehm heiß und schwül.




Tag 32
Bei Sonne aufgewacht und 13 km gewandert bis Brokdorf. Per Bus bis Brunsbüttel-Süd. Per Fähre über den Nord-Ostsee-Kanal.
5 km gewandert durch "Brunsbüttel" zum Hotel "Zur Traube" das am Ende der Stadt liegt. Ich habe ein schönes DZ mit Frühstück
für 75 €
. Mein letzter Kilometer wird begleitet von Blitzen und Donnern, aber es fällt kein Tropfen Regen.



Tag 33
Per Bus bis nach Marne und Umsteigen bis Friedrichskoog, Seehundstation. Ein letztes mal 6 km wandern, vorbei an der Seehundstation
und weiter auf dem Deich. Hinsetzen ist unmöglich wegen der vielen Schafködel. Zwar scheint die Sonne aber von Westen nahen
schwarze Wolken und es weht ordentlich. Etwa 150 m vor "Friedrichskoog-Spitze", dem Ende meiner 1250 km langen Wander-Reise
entdecke ich den Höhepunkt. Am Deich, leicht ist sie nicht zu sehen und finden: Die Gezeiten-Kurbel. Wesel am Unterrhein, hat einen
Fußgänger-Parkplatz und Friedrichskoog-Spitze am Ende der Elbe, hat eine Gezeiten-Kurbel. Nach einer Hackepeter-Brötchen-Pause
gehe ich zur Busstelle um  die Heimreise anzutreten. Kaum bin im Bus fängt es ordentlich an zu Regnen. Ich fahr über St. Michaelisdonn-
Itzehoe-Hamburg-Bremen nach Delmenhorst. Meine Frau Irmgard holt mich am Bahnhof  ab. Um 19:00 bin ich müde in unserem Haus.





Rückbetrachtung:
Auf Grund der Hitzewelle war es eine sehr anstrenge Wanderreise.
Bitte nicht so nachmachen.
Es war keine reine Wandertour und auch so nicht für Radfahrer machbar.

Ich hatte etliche Zug Ausfälle und Buszeiten waren verändert.


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